Ein Anfang ohne Ende

der Papierkreislauf

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Recycling hat sich fest etabliert. Die Mülltrennung ist vor allem bei Papier und Glas selbstverständlich geworden. Die Recyclingquote für Papier liegt zurzeit bei fast 75 Prozent.

papierkreislauf

Nutzen und Vorteile der Altpapierverwertung auf einen Blick:

Sekundärfasern aus Altpapier ersetzen Primärfasern aus Holz. Dadurch ergibt sich eine deutliche Schonung der Ressourcen.

Reduktion des Energiebedarfs von über 60 %. Pro Tonne Papier: ca. 11.000 kWh bei Neupapier zu ca. 4.000 kWh bei recyceltem Papier.

Senkung der Abwasserbelastung um ca. 94 % durch geringeren Chemikalieneinsatz bei Sulfit/Sulfat, Chlor und Wasserstoffperoxid.

Reduktion des Wasserverbrauchs um 96 %. Pro Tonne Papier: ca. 250.000 Liter bei Neupapier zu ca. 10.000 Liter bei recyceltem Papier.

Reduktion des Restmülls um 40 %. Bei Nichttrennung würde der nicht verwertbare Restmüllanteil deutlich ansteigen.

Die Verarbeitung von Altpapier zu hochwertigen Recyclingpapieren ist dabei einer der wenigen funktionierenden Wirtschafts- und Stoffkreisläufe. Mit der Nutzung von Recyclingpapier lassen sich enorme Einsparpotenziale in Bezug auf Wasser und Energie realisieren. Der Kreislauf ist damit beispielgebend für das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung – insbesondere angesichts der rasanten weltweiten Bevölkerungsentwicklung, der sprunghaft wachsenden Papiernachfrage in den Industrie- und Schwellenländern sowie der fortschreitenden Abholzung der Urwälder.

Im Rahmen der Verwertung wird das Altpapier als Sekundärfaser – anstelle von sogenannten Primärfasern aus Holz – wieder dem Papier-Produktionsprozess zugeführt. Dies führt zu enormen Einsparungen beim Holz- und Wasserverbrauch. Bei der Herstellung von Recyclingpapier entstehen zudem weniger Abwässer, die geklärt werden müssen, und es wird weniger Energie benötigt. Die Qualität des Recyclingpapiers steht „normalen“ Papier in nichts nach. Sechs bis sieben Mal kann eine Papierfaser einen solchen Kreislauf von der Erzeugung bis zum Recycling durchwandern, ehe sie schließlich mit Verunreinigungen und Farbresten als „Reject“ aus der Produktion ausgeschieden werden muss.